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Zu Besuch bei Kamilla la Dee
Seit fast 14 Jahren gibt es Kamilla in der Blissestrasse, früher mit dem Beinamen „Douglas“. Seit etwa einem Jahre, nach dem Einspruch einer bekannten Firma, nennt sie sich Kamilla la Dee.
Die Blissestrasse 33 ist ein Eckhaus zur Hildegardstrasse in Wilmersdorf. Auf der Klingel steht schlicht „Text und Form“. Es gibt einen Fahrstuhl. Aber Kamillas Räume befinden sich in der ersten Etage, die man gut über die Treppe erreicht.
Oben angekommen wird man von einer freundlichen Hausdame über warm beleuchtete Gänge mit Bildern und Spiegeln in eins von Kamillas zahlreichen Liebeszimmern geführt.
![]() Überall, auch zum Teil an den Decken scheint sanftes Licht durch schimmernde Stoffe, dazu kleine, verspielte Lampen, weiche Farben, teilweise Zimmerspringbrunnen – das ist Kamillas Wohlfühlambiente. Jedes Zimmer hat ein eigenes Thema, wie „Bali“, „Rosen“, „Serail“, „Mediterran“ u.s.w. In einem Zimmer gibt es eine kleine Bühne mit Tanzstange. Mal findet man den Stil des Art Deco, mal Anklänge aus den 80er Jahren, dann Fernöstliches und Orientalisches. Alle (sehr sauberen) Räume vermitteln sofort ein angenehmes Gefühl! „Erst vor Kurzem wurde hier alles renoviert und die Bäder umgebaut. Nun kommt bloß noch das Modern-Gothic-Zimmer dran,“ erklärt Kamilla. “Auch hier sollen bald Farben und Beleuchtung verbessert werden.“ Trotzdem: Dieses Zimmer bietet auch einiges Besondere. Es gibt ein äußerst stabiles Metallbett, an dem unauffällig kleine Fesselvorrichtungen angebracht sind und hinter einem Vorhang gibt es neben einigen anderen besonderen Spielzeugen auch eine Liebeschaukel. Diese Vorrichtungen sind für Herren gedacht, die mit ihrer Lady gern besondere Fantasien ausleben wollen. ![]() Doch Kamilla zeigt uns auch Räume, in denen man „auf die dunkle Seite des Mondes reisen kann“, wie sie es ausdrückt. Zunächst das schwarze Studio: Die Wände sind bespannt mit schwarzem Lack, die Akzente setzen von Kamilla selbst entworfene, rote Dekore. ![]() Eine schwarze Balkenkonstruktion mit Fesselvorrichtungen verschiedener Art bildet ein großes Karree im Raum. Auf allen Seiten gibt es bis zum Boden reichende, große Spiegel. Allerlei Metallisches glänzt an den Wänden. ![]() Kleine und größere Peitschen, Gerten und Lederfesseln hängen an Wänden und Balken. Kamilla zeigt uns sogar eine kleine Kabine, die als Käfig ausgestaltet ist. Dann geht es weiter in einen kleineren, weißen Raum, das Klinikzimmer, wo als Dekoration bebilderte medizinische Tafeln hängen und in einer Vitrine silbriges Instrumentarium blitzt. Mitten im Raum steht ein gynäkologischer Untersuchungsstuhl. ![]() Schließlich betrieb Kamilla, bevor sie sich in der Blissestrasse niederließ, viele Jahre lang, zum Teil neben ihrem Studium, ein kleines Studio in dem sie sowohl als Domina wie auch als Meisterin erotischer Massagen tätig war. Deswegen liegen ihr diese beiden Bereiche auch weiterhin besonders am Herzen. „Unsere Manege für bizarre Spiele steht natürlich nur unseren Gästen mit besonderen Vorlieben zur Verfügung,“ erklärt sie. „Männer, die zärtlichen Girlfriend-Sex suchen, kommen damit nicht in Berührung!“ Auf den Fluren begegnen uns bildhübsche Frauen. Kamilla erklärt dazu: „Frauen, die bei uns tätig sein wollen, müssen sich deutlich vom Durchschnitt abheben, nicht nur äußerlich. Sie müssen zumindest Herzensbildung mitbringen und besonders neugierig sein auf die Vielfalt der Erotik. Die Mädchen sollen sich möglichst nicht nur in diesem Metier betätigen, sondern auch weitere Interessenschwerpunkte haben. Solche Frauen freuen sich viel mehr auf ihre Einsätze bei uns und haben eine ganz andere Ausstrahlung als die meisten Vollprofis. „ ![]() Gern gesehen sind bei den Bewerberinnen auch gute Englisch- und sonstige Sprachkenntnisse, denn Kamilla betreibt zusätzlich einen 5-Sterne-Escortservice für eine teilweise internationale Klientel. „Um diese Escorts reißen sich die Mädchen“, sagt Kamilla, „denn das sind meist sehr interessante und lukrative Einsätze.“ Es können aber auch Termine mit den Mädchen im Hause und Sonderarrangements z. B. für Gebutstagsfeiern vereinbart werden. Kamilla hat für verschiedene Themen eigens aufwändige Gutscheine gestaltet, die man von den Hausdamen erhalten kann. Schließlich bietet Kamilla zu allem eine umfassende, individuelle Beratung an. Das kann per E-Mail geschehen und/oder durch die Hausdame vor Ort. ![]() „Uns ist es wichtig, dass jeder Klient so viel wie nur möglich von seinen Träumen umsetzen kann, sobald er bei uns ist. Das geht nur mit einer passenden, gut vorbereiteten Gespielin. Natürlich entscheidet letztendlich er, welchem Mädchen er den Vorzug gibt,“ sagt Kamilla dazu. Bleibt noch die Liebesschule zu erwähnen: “Hier ist der Beratungsbedarf besonders groß. ![]() Oft entwickeln wir zusammen mit dem Liebesschüler ein detailliertes Ausbildungsprogramm.“ In diesem Zusammenhang plant Kamilla für die weitere Zukunft sogar richtige Seminare. Auch weitere Übersetzungen der Homepage ins Französische und Italienische, neben den schon vorhandenen englischen und spanischen Versionen, stehen auf dem Programm für die Zukunft. Das Besondere hat aber auch seinen Preis: das Honorar für eine halbe Stunde mit so ziemlich allem, was Lust macht (safe), beträgt 80.- EUR. Für eine Dreiviertelstunde sollen 120.- EUR und für eine Stunde 160.- EUR gezahlt werden. Doch auch das hält Kamilla transparent: In jedem Zimmer hängt eine kleine Tafel, auf der genau aufgelistet ist, welcher Anteil des Betrages wofür von Kamillas Agentur vereinnahmt wird. Wer möchte, kann dafür sogar eine Quittung verlangen... ![]() ![]() Report vom 19.10.2005 |
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